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Thermenlinie

Thermenlinie

Die Thermenlinie verläuft südlich von Wien als Grenze zwischen dem bergigen Wienerwald und dem flachen Wiener Becken als Bruchzone.

Geografie

Geografisch gehört sie zum niederösterreichischen Industrieviertel. Die Täler der Flüsse Schwechat, Triesting und Piesting sowie mehrerer Bäche kommen hier aus dem Wienerwald.

An dieser Linie gibt es zahlreiche, mitunter schwefelhältige Thermalquellen mit bekannten Kurorten wie Baden, Bad Vöslau, Bad Fischau oder in Wien die Therme Wien (vormals das Thermalbad Oberlaa).

Geologie

Geologisch gesehen ist die Thermenlinie wesentlich länger, sie beginnt bereits in Tschechien bei Karlsbad und Marienbad und zieht sich im Süden bis nach Slowenien zu den Radenskaquellen. Sie wird als große Thermenlinie bezeichnet. Daneben gibt es noch die kleine Thermenlinie, an der slowakische und ungarische Heilquellen liegen.

Aufgrund der bruchtektonischen Geologie hat das Gebiet eine relativ hohe Erdbebenhäufigkeit. Jährlich werden mehrere kleinere Erdstöße registriert, während Starkbeben nur alle paar Jahrzehnte auftreten. Das stärkste des 20. Jahrhunderts trat allerdings etwa 15 km östlich bei Schwadorf auf. Um diese Erdbeben zu erforschen befindet sich in Muggendorf das Conrad-Observatorium der ZAMG.

Im Verlauf der Thermenlinie im Westen von Wien (Lainzer Tiergarten, Hietzing, Mauer) wurden an mehreren Stellen vulkanische Gesteine beobachtet. Die Aktivität der Vulkane wird auf eine Alter von ungefähr 12 Millionen Jahren geschätzt.

Klima

Schon in römischen Zeiten war das Gebiet für den Weinbau geeignet. Die Region bildet heute das Weinbaugebiet Thermenregion.

Klimatisch bildet die Thermenlinie eine Wetterscheide. Vor allem von Osten und Südosten kommende Regenwolken regnen sich an der Bergkante leicht ab und sind im Wienerwald bereits trocken.

Quelle, Wikipedia, stand per 3.10.2010

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